Jure Leko

Geschäftsführer

Jure Leko ist Soziologe und Kulturanthropologe, zivilgesellschaftlicher Akteur sowie DJ und Produzent.

Seit 2025 ist er Geschäftsführer der Émile Durkheim-Forschungsstelle: Krisenanalysen, wo er für organisatorische Abläufe (mit-)verantwortlich ist und zugleich eigene wissenschaftliche Forschungen verfolgt. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Krisen- und Transformationsforschung, der qualitativen und partizipativen Forschung, der Migrationsforschung, der Memory und Postcolonial Studies, der Rechtsanthropologie sowie der Diskriminierungs- und Rassismusforschung.

Seit 2025 ist Jure Leko zudem Lehrbeauftragter an der Hochschule Niederrhein (HSNR) im Bereich Sozialwesen. Gemeinsam mit Studierenden und zivilgesellschaftlichen Kooperationspartner:innen realisiert er ein partizipatives Forschungsprojekt zur Transformation eines postmigrantischen Stadtteils in Mönchengladbach. Das Projekt ist Teil des „Niederrhein Urban Lab: Gemeinsam für soziale und urbane Transformation“.

Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Diskriminierung von Menschen osteuropäischer Herkunft auf dem Arbeitsmarkt: Institutionelle und individuelle Kontexte“ am Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa (BKGE). Das Projekt wurde von 2023 bis 2024 durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) gefördert.

2023 promovierte er an der Universität Bonn mit der Arbeit „Anerkennung und Migration. Bleiberechtskämpfe geflüchteter Roma*". Die qualitative Studie rekonstruiert Zyklen struktureller Diskriminierung im Westbalkan, Flucht, Abschiebung und Rückmigration und rückt dabei Migration als soziale Frage sowie das demokratische Versprechen von Gleichheit ins Zentrum der Analyse.

Vor seiner Promotion war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Käte Hamburger Center for Advanced Study „Law as Culture“ in Bonn, das von 2010 bis 2022 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Zuvor war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn (IPWS) bei Prof. Dr. Joachim Renn und Prof. Dr. Dirk Tänzler.

Neben seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten ist Jure Leko seit über einem Jahrzehnt in verschiedenen Funktionen und Bereichen zivilgesellschaftlich engagiert. Seit 2022 ist er Vorstandsvorsitzender des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., Träger des MIGRApolis – Haus der Vielfalt. Dort wirkt er auch an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft und fördert den Austausch zwischen Akteur:innen aus unterschiedlichen sozialen Feldern, insbesondere im Rahmen der Bonn Platform for Forced Migration Studies.

Als zivilgesellschaftlicher Akteur und DJ organisierte, unterstützte oder realisierte er weit über 100 soziale, kulturelle, politische und künstlerische Veranstaltungen im In- und Ausland.

Avatar Leko

Jure Leko

Argelanderstraße 1

53115 Bonn

E-Mail: jureleko@uni-bonn.de


Akademisches Profil

Monographie, Sammelpublikationen und Herausgeberschaften

• Leko, Jure/Aleksandra Lewicki/Jannis Panagiotidis/Hans-Christian Petersen: Diskriminierung von Menschen osteuropäischer Herkunft auf dem Arbeitsmarkt: Das Jobcenter als Schnittstelle zwischen Arbeitsmarkt und Wohfahrtsstelle, Berlin 2025 (Link: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/Expertisen/studie_jobcenter.html?nn=305458)

• Leko, Jure: Anerkennung und Migration – Bleiberechtskämpfe geflüchteter Roma*, Frankfurt am Main 2026 (im Erscheinen).

• Leko, Jure gemeinsam mit Studierenden der HSNR: Untere Hindenburgstraße gemeinsam gestalten! Ein partizipatives Forschungsprojekt zur Transformation eines marginalisierten Stadtteils, Mönchengladbach 2026 (im Erscheinen).

• Gephart, Werner/Jure Leko (Eds.): In the Realm of Corona Normativities II – The Permanence of the Exception, Frankfurt am Main 2022.

• Gephart, Werner/Jure Leko (Eds.): Law and the Arts. Elective Affinities and Relationships of Tension, Frankfurt am Main 2017.

 

Artikel und kleinere Beiträge

• Leko, Jure: Rezension: Van Baar, Huub/Angéla Kóczé (Eds.): The Roma and Their Struggle for Identity in Contemporary Europe, New York: Berghahn Books 2022, in: ANTHROPOS. Internationale Zeitschrift für Völker- und Sprachenkunde, 117.2022/1, S. 282-285.

• Leko, Jure: At the Borders of Europe. On Spatial Mobility during the Covid-19 Crisis, in: Werner Gephart (Ed.): In the Realm of Corona Normativities. A Momentary Snapshot of a Dynamic Discourse, Frankfurt am Main 2020, S. 81-94.

• Leko, Jure: Migration Regimes and the Translation of Human Rights: On the struggles for recognition of Romani migrants in Germany, in: Social Inclusion, 5(3), 2017, S. 77-88.

• Leko, Jure: Law and the Arts. Elective Affinities and Relationships of Tension. An Introduction, in: Werner Gephart/Jure Leko (Eds.): Law and the Arts, Frankfurt am Main 2017, S. 7-22 (gemeinsam mit Werner Gephart).

 

• Prozesse in der Migrationsgesellschaft: Partizipative Forschung (WS 2025/2026)

• Kulturarbeit/Kulturpädagogik in der Migrationsgesellschaft: Rassimusforschung (SS 2025)

• Postmigrantische und migrationspädagogische Perspektiven auf kulturpädagogische Konzepte und Handlungsweisen: Partizipative Forschung  (SS 2025)

• Methoden der qualitativen Sozialforschung (SS 2017) 

• Migrationsregime (WS 2015/16)

• Aktuelle Debatten in der Kulturtheorie (SS 2014)

• Kultur und Sozialstruktur (WS 2013/14) 

• Migration und Staat im globalen Zeitalter (SS 2013)

• Gedächtnistheorien im kulturwissenschaftlichen Diskurs (SS 2012)

• Theorie und Ideengeschichte (WS 2011/12)  

• Justice and Recognition? The Case of Romani People (im Rahmen der Konferenz: Discourses of Justice. Indicators of crises?, Bonn, 09.01.25 - Freitag, 10.01.25)

• Diskriminierung von Menschen aus dem östlichen Europ auf dem Arbeitsmarkt (im Rahmen der Konferenz: Antiosteuropäischer Rassismus. Brauchen wir eine „Osterweiterung“ der Rassismusdebatte?, Berlin, 26./27. September 2024)

• The Art of Law and Art Law (im Rahmen der Konferenz – The Käte Hamburger Center “Law as Culture”: Reflecting on a Paradigm and a Format of Knowledge, Bonn, 13. Mai 2022) 

• Differential Inclusion: On the Materiality of the European Border Regime (im Rahmen des Law and Society Association 2019 Annual Meeting, 30. Mai - 2. Juni 2019, Washington, D.C., 1. Juni 2019)

• Repräsentation und Übersetzung von Citizenship. Wie geflüchtete Roma für ein Bleiberecht kämpfen (im Rahmen der Vortragsreihe: Migration, Diversität und Teilhabe, Hochschule Fulda, 24. Januar 2019)

• Zwischen Flucht, Asyl und Abschiebung: Zu Migrationsprozessen von Roma aus den ‚Westbalkanstaaten‘ (im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Faktencheck, MIGRApolis-Haus der Vielfalt - BIM e.V., Bonn, 18. Juli 2018)

• Kommentar zu Wohlrab-Sahr: „Multiple Secularities: Differenzierung, Bezugsprobleme, Leitideen“ (im Rahmen des Workshops: „Differenzierungskulturen – Zu einer kultursoziologischen Wende der Differenzierungsforschung“, Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“, 8./9.12.2016, Bonn)

• Zur Aneignung der Menschenrechte. Bleiberechtskämpfe geflüchteter Roma aus dem 'Westbalkan'. (Vortrag im Rahmen der 1. Tagung des Netzwerks Flüchtlingsforschung „65 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention“ 6.-8. Oktober 2016, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Osnabrück)

• Grenzen der Übersetzung. Über die verkennende Anerkennung von Roma-Flüchtlingen (Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚GRASS‘ (Graduate School of Sociology), 29. Januar 2014, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Aufklapp-Text

• 1. Vorsitzender des Bonner Instituts für Migrationsforschung (BIM e.V.) (vor Sept. 2022 – Kassenwart)

• Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des BMBF-Verbundforschungsprojekts StraInWo (Strategien und Instrumente zur Integration besonders benachteiligter Gruppen in den Wohnungsmarkt) (2016-2019) – organisiert durch das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der FH Erfurt, HafenCity Universität Hamburg (Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie), Bezirksamt Reinickendorf von Berlin und Grundstücksgesellschaft TRAVE mbH Lübeck, in enger Zusammenarbeit mit der Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, GESOBAU AG und der Hansestadt Lübeck

• Mitglied in der DGS-Sektion „Migration und ethnische Minderheiten“ 

• Mitglied in der Bonn Platform for Forced Migration Studiesenglischund

Aufklapp-Text


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